Hoch-konflikthafte Scheidung – Online Fortbildung

Kleine Scheidungsschule

Mit dem Konzept der „hoch-konflikthaften Scheidung“ werden üblicherweise eskalierte und chronische Trennungs- und Scheidungsdynamiken beschrieben. Inzwischen wird der Begriff von familienrechtlichen und psychosozialen Fachleuten jedoch inflationär eingesetzt.

Tatsächlich sind die definitorischen Probleme in Praxis und Forschung immer noch groß: So ist die wichtige Frage bis heute unbeantwortet, bis zu welchem Ausmaß Scheidungskonflikte als normal und funktional verstanden werden können und ab welchem Ausmaß sie schließlich als ein Signal für Dysfunktionalität und Pathologie betrachtet werden müssen – und zwar insbesondere für die Entwicklung der Kinder.

Im Seminar sollen die prognostisch bedeutsamen Merkmale von Intensität und Dauer der Konflikte sowie das Ausmaß der Exposition bzw. Integration des Kindes einer differenzierten Betrachtung unterzogen werden. Dabei sollen vor allem diejenigen Lebensverhältnisse des Kindes zum Thema gemacht werden, die mit erhöhter Wahrscheinlichkeit mit internalisierten Symptomen und/oder mit externalisierten Auffälligkeiten verbunden sind. Protektive Faktoren, die die Wirksamkeit von aversiven Stressoren abpuffern und zur Resilienz von Scheidungskindern beitragen können, müssen bei der Beurteilung der Gesamtsituation ebenfalls berücksichtigt werden, um zu keinen falschen Schlussfolgerungen zu kommen.

Auch wenn die Erwartung unrealistisch ist, alle Stressoren durch psychosoziale Maßnahmen beeinflussen zu können, so kann es doch hilfreich sein, die realistischen Schwerpunkte der Intervention bestimmen zu können. Das geschieht am besten im Rahmen einer Risikoanalyse.

Schriftliche Seminar-Unterlagen werden zur Verfügung gestellt.

Ausgewählte Inhalte: Unterscheidung von konflikthafter und hoch-konflikthafter Trennung/Scheidung; elterliche Kommunikation/Kooperation; Profile häuslicher Gewalt; Entfremdung; aversive Stressoren und protektive Faktoren; Internalisierung und Externalisierung; psychosoziale Interventionen.

Methoden: Power-Point-Input; (Fall-)Diskussion; Übungen

Ort

Online per Zoom

Für die Teilnahme ist ein Computer/Tablet mit stabiler Internetverbindung, Kamera und Mikrofon erforderlich.

Termine

Mittwoch, 10. November 2021, Teil I

Mittwoch, 17. November 2021, Teil II

Mittwoch, 24. November 2021, Teil III

Als Inhouse-Veranstaltung fragen Sie bitte im IMS-Büro nach.

Seminarzeiten
13:00 – 17:00 Uhr

Umfang
12 Zeitstunden

Teilnehmer
8-12 Teilnehmer

Zielgruppen
Familien- und Erziehungsberater/innen, Familien-Mediator(inn)en, Sozialarbeiter/innen, Verfahrenspfleger/innen, psychologische Sachverständige (Gutachter/innen), Rechtsanwält(inn)e(n), Familienrichter/innen.

Kosten
320 Euro

Der Kurs wird von Dipl.-Psych. Hanspeter Bernhardt (Mediator BAFM/NCRC) geleitet.

Anerkennung der Fortbildungen / Zertifizierung

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Geschäftsbedingungen Fortbildung
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