Anerkennung der Ausbildung / Zertifizierung / Lizensierung

Die (Grund-)Ausbildung kann als Bestandteil für das Anerkennungsverfahren zum Mediator BAFM sowie Mediator BM® genutzt werden. Zudem erfüllt die Ausbildung die in § 6 Mediationsgesetz gestellten Anforderungen an eine Ausbildung zum Mediator. Seit 1. September 2017 gibt es die Möglichkeit, die Bezeichnung „Zertifizierter Mediator“ zu führen, wenn die Anforderungen der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) erfüllt worden sind. Zu diesen Anforderungen gehören neben der Teilnahme an einer 120-stündigen Ausbildung eine im Anschluss durchgeführte Mediation sowie eine Einzelsupervision dieser Mediation. Die Verordnung regelt zudem eine Fortbildungsverpflichtung im Umfang von 40 Zeitstunden alle 4 Jahre. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, darf sich seit 1. September 2017 als „Zertifizierter Mediator“ bezeichnen.

Mit dieser theoretisch und praktisch ausgerichteten Wissensbasis wird eine Mindestqualifikation für Mediation erworben.

Für die Mediation komplexer Konflikte in den Bereichen Familie/Wirtschaft bietet das IMS in einem Spezialisierungskurs im Umfang von 81 Zeitstunden an, die auf der Basisqualifikation aufbauen.

Mit dem Abschluss einer dieser Spezialisierungen sind die europäischen Standards und die Anforderungen der drei großen Verbände Bundesarbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation (BAFM), Bundesverband Mediation (BM) und Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e. V. (BMWA) von mindestens 200 Ausbildungsstunden (266 Unterrichtsstunden) erfüllt. Es besteht die Möglichkeit für Absolventen mit Spezialisierung Familien- und Wirtschaftsmediation ordentliches Mitglied des Fachverbandes BAFM und des Fachverbandes BM, sowie des Fachverbandes BMWA zu werden.

Hinweis für Mediatoren, die in Österreich als Eingetragene Mediatoren beim Bundesministerium für Justiz gelistet sind:
Einzelne Ausbildungsmodule erfüllen thematisch und inhaltlich die Anforderungen der notwendigen Fortbildungsmaßnahmen nach § 20 ZivMediatG im Umfang der jeweiligen Seminarstunden (Präsenzzeiten). Im Anschluss an die Fortbildung wird eine Bestätigung erstellt, die den formalen Anforderungen nach § 20 ZivMediatG entspricht.

Hinweis für Fachanwälte:
Einzelne Ausbildungsmodule sind geeignet als Fortbildungen i.S.d. § 15 FAO für Fachanwälte für Familienrecht bzw. Erbrecht. Bitte erkundigen Sie sich bei der für Sie zuständigen Rechtsanwaltskammer.

Hinweis für Therapeuten und Ärzte:
Einzelne Ausbildungsmodule sind geeignet, als Fortbildungen anerkannt zu werden. Bitte erkundigen Sie sich bei der für Sie zuständigen Kammer.