Von Null bis Achtzehn (Entwicklungspsychologie)2018-10-19T12:25:18+00:00

Von Null bis Achtzehn (Entwicklungspsychologie)

Entwicklungspsychologische und kind-zentrierte Orientierungen
in der Trennungs- und Scheidungsberatung

In den letzten zwölf bis fünfzehn Jahren ist in Forschung und Praxis die Aufmerksamkeit für die Situation und die Perspektive des Scheidungskindes deutlich gestiegen. Inzwischen kann stärker wahrgenommen werden, dass die Synchronisation der disparaten Vorstellungen der Erwachsenen hinsichtlich der zukünftigen Lebensverhältnisse ihrer Kinder in vielen Fällen nicht ausreichend ist. Eine Einigung der Eltern (Lebensmittelpunkt, Sorgerecht und Umgangsregelungen) trägt nicht automatisch den entwicklungspsychologischen Bedürfnissen ihrer Kinder Rechnung und trägt auch nicht ohne weiteres zu deren Wohlbefinden bei.
Eine entwicklungspsychologisch orientierte und kind-zentrierte Vorgehensweise in der Trennungs- und Scheidungsberatung richtet sich jedoch an die Fähigkeit von Eltern, die Perspektive ihres Kindes einzunehmen und damit zwischen ihrer eigenen inneren Verfassung und der Situation ihres Kindes zu unterscheiden. Das Ausmaß dieser elterlichen Fähigkeit fördert die Sicherheit des Kindes in seinen familiären Beziehungen, in seiner Entwicklung und in seinem Erleben eines Selbst.
Im Seminar werden vor allem die entwicklungspsychologische Vulnerabilität von Scheidungskindern in den verschiedenen Altersstufen (Kleinkinder, Vorschulkinder, Schulkinder und Jugendliche) sowie die jeweiligen aversiven und protektiven Faktoren zum Thema gemacht, die nachweislich auf die Anpassung des Kindes an Trennung und Scheidung Einfluss nehmen. Hieraus ergeben sich nicht nur kind-zentrierte Orientierungen für die Beratung der Eltern, sondern auch entwicklungspsychologisch begründete Schwerpunkte der Intervention.

Inhalte

  • Scheidungsforschung zur Situation und zur Perspektive des Kindes
  • Vulnerabilität und Aufgaben des Kindes in den verschiedenen Entwicklungsstufen Entwicklungspsychologie der Beziehungs- und Konfliktwahrnehmung von Scheidungskindern
  • entwicklungspsychologische und familiendynamische Faktoren von aversiver bzw. supportiver Bedeutung (inkl. Stressoren)
  • inhaltliche Schwerpunkte der Beratung
  • Modelle der elterlichen Sorge und der Umgangsregelung zum Schutz des Kindes und seiner Entwicklung

Methoden

  • power-point-Input
  • Demonstration und Übungen
  • Diskussion

Ausführliche schriftliche Seminar-Unterlagen werden zur Verfügung gestellt.

Ort
bei Terminbekanntgabe

Termin
offen
Als Inhouse-Verstaltung fragen Sie bitte im IMS-Büro nach.

Seminarzeiten
1. Seminartag von 12:30 bis 17:00 Uhr
2. Seminartag von 9:00 bis 17:00 Uhr
3. Seminartag von 9:00 bis 12:30 Uhr

Umfang
15 Zeitstunden

Zielgruppe
Familien- und Erziehungsberater/innen, Familien-Mediator(inn)en, Sozialarbeiter/innen, Kinder- und Jugendlichen-Therapeut(inn)en, Umgangsbegleiter/innen, Verfahrenspfleger/innen, Umgangspfleger/innen, psychologische Sachverständige (Gutachter/innen), Rechtsanwält(inn)e(n), Familienrichter/innen.

Kosten
bei Terminbekanntgabe

Der Kurs wird von Dipl. Psych. Hanspeter Bernhardt geleitet.