Einführung in die Eltern-Jugendlichen-Mediation
Kurs 4
Struktur, Prozess, Inhalte und Interventionen
International ist die Mediation von Konflikten zwischen Eltern und Jugendlichen – nach der Trennungs- und Scheidungsmediation – die am besten eingeführte Anwendung der Familien-Mediation.
Die Anlässe, auf die hin eine Eltern-Jugendlichen-Mediation in Betracht kommen kann, sind verschieden und vielfältig. Differenzen über die Pflichten im Haushalt, die Höhe des Taschengelds oder den Zeitpunkt des Zapfenstreichs, über die äußere Erscheinung (Kleidung, Frisur, Piercing, Tatoos, usw.) des Jugendlichen, seinen Umgang („falsche“ Freunde) oder über Erziehungs-, Schul- und Ausbildungsprobleme (einschließlich Schwänzen und Suspendierung) können zu unerfreulich ausgetragenen Auseinandersetzungen in den Familien und für viel böses Blut zwischen den Generationen sorgen. So können sowohl der Jugendliche als auch seine Eltern ein weiteres Zusammenleben unter einem Dach als problematisch betrachten. Auch Auffälligkeiten des Jugendlichen, wenn sich Nachbarn, Schule, Lehrstelle, Jugendamt, Polizei oder Justiz eingeschaltet haben, können zum Ausgangspunkt einer Eltern-Jugendlichen-Mediation werden, um mit Hilfe eines professionellen Dritten nach konstruktiven Problemlösungen für den Start in eine bessere Zukunft zu suchen.
Im Seminar sollen Struktur, Prozess, Inhalte und Interventionen der Eltern-Jugendlichen-Mediation vorgestellt werden. Spezielle Aufmerksamkeit wird ihren Besonderheiten bzw. den Abweichungen von bekannten Vorgehensweisen in der Familien-Mediation geschenkt. Die Teilnehmer/innen sollen in die Lage versetzt werden, bei Konflikten zwischen Eltern und Jugendlichen eine mediative Vorgehensweise vorschlagen und anwenden zu können.
Ausführliche schriftliche Seminarunterlagen werden zur Verfügung gestellt.
Inhalte:
Individuelle und familiäre Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz; Konflikt- und Konfliktlösungsverhalten von Jugendlichen; Setting und Ausstattung; mediative Problemdefinition; Formen des Konfliktmanagements; spezielle Kommunikationstechniken; Strategien der Prozessführung; caucus (separate Einzelsitzungen) und shuttle-Mediation; praxisrelevante Forschung.
Methoden:
Kurz-Referat; Kleingruppen-Arbeit; Selbsterfahrung; Demonstration; Rollenspiel; schriftliche Seminar-Unterlagen.
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Zielgruppe:
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Familien-Mediator(inn)en; Mitarbeiter/innen von Erziehungs- und Familienberatungsstellen; Mitarbeiter/innen von Allgemeinen Sozialen Diensten und Jugendämtern; Familientherapeut(inn)en; Kinder- und Jugendlichen-Therapeut(inn)en.
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Ort
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München
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Datum:
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Termin auf Anfrage
Uhrzeiten: Mi 12:30 bis 17:30 Uhr, Do 9:00 bis 17:30 Uhr und Fr 9:00 bis 12:30 Uhr
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Umfang:
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18 Stunden
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Teilnehmer:
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keine Angabe
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Kosten
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325,- €
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Referenten
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Hanspeter Bernhardt >>>siehe auch hier bei Trainer/innen des IMS
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Literaturempfehlung: H.P. Bernhardt & M. Pieper (2001). Eltern-Jugendlichen-Mediation: Ein Beitrag zur Gewaltprävention bei familiären Konflikten. Informationen für Erziehungsberatungsstellen der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (EB-Forum), (2), 26 - 33.
Achtung: Das Seminar kann zusätzlich von Fortbildungseinrichtungen, Beratungsstellen, Jugendämtern, Allgemeinen Sozialen Diensten, usw. gebucht werden. Termine und Konditionen nach Vereinbarung.